200;262344;458758;180;180;180;180;180;180;180;180;182;183;185;180;180;180;184;181;184;182;180;180;185;182;183;187;184;180;180;181;184;182;185;180;180;180;183;181;181;180;180;180;180;180;180;180;180;0;0;0;0;0;0;0;0;4;8;9;0;0;0;6;5;2;3;0;0;12;10;11;5;4;0;0;9;5;3;8;0;0;0;11;6;10;0;0;0;0;0;0;0;0;8;1-3;3-262147;65541-327684;131072-2;262144-131073;327685-0;393217-196609;393219-65536;19;65538-0;65539-0;65540-0;131073-0;131074-0;131075-0;131076-0;196609-0;196610-0;196611-0;196612-0;196613-0;262145-0;262146-0;262147-0;262148-0;327682-0;327683-0;327684-0;8650752;24;0;4;4;3;4;3;0;1;0;1;2;2;2;2;2;2;2;2;2;0;0;0;0;0;Hans Peter Schneider;15.01.2000;"Dodos auf Catan" oder "Öko-Siedler";0; "Dodos auf Catan"^^ von Hans Peter Schneider^^^^ "Der Dodo «Raphus cucullatus» (L. 1758), auf Deutsch und Französisch auch unter dem Namen «Dronte» bekannt, war ein flugunfähiger, truthahngrosser Vogel auf der Insel Mauritius. Er wurde 70 Jahre nach seiner Entdeckung von holländischen Seefahrern und Siedlern, eingeschleppten Ratten und verwilderten Schweinen ausgerottet." Bild und Text Presseamt Universität Zürich^^^^Diese Variante des Spiels "Siedler von Catan" für drei bis vier Spieler benötigt neben dem Basis-Spiel noch 73 kleine, farbneutrale Spielsteine, die Dodos. Für fünf bis sechs Spieler braucht man das entsprechend erweiterte Basis-Spiel mit viel mehr Dodos. Man kann an Stelle der Wüsten auch Vulkane verwenden.^^Die Idee dieser Variante ist die, dass Catan wie damals die Vulkan-Insel Mauritius von Dodos bewohnt wird, als die ersten Siedler ihren Fuß auf die Insel setzen. Ziel dieses Spiels ist, die Insel zu besiedeln, ohne die Dodos auszurotten. Dabei gelten für die Spieler die üblichen Regeln. Für die Dodos un den Einfluss der Siedler auf die Dodos kommen nur ein paar Regeln hinzu.^^Jede Landschaft Wald, Weide, Hügel, Berg und Acker kann eine bestimmte, maximale Anzahl Dodos ernähren, es können sich auf einem Feld also nie mehr als die zur Landschaft gehörende maximale Anzahl Dodos gleichzeitig aufhalten. Entsprechend dieser Zahlen ist die Insel zu Beginn des Spieles maximal von Dodos besiedelt.^^^^Landschaft Acker Berg Hügel Weide Wald^^Felder je Landschaft 4 3 3 4 4^^max. Dodos je Feld 2 3 4 5 6^^Dodos je Landschaft 8 9 12 20 24 = 73^^Auf dem Meer, einem Vulkan oder in der Wüste können keine Dodos leben.^^^^Die Dodos sterben und vermehren sich nach festen Regeln, die unten näher beschrieben werden.^^^^^^^^In der Abbildung sieht man die Verteilung der Dodos nach der Gründungsphase. Sechs Dodos sind eingegangen.^^^^Das Spiel ist zu Ende, -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------^^^^· wenn der letzte Dodo umgekommen ist und die ganze Art somit ausgerottet wurde. In diesem Fall gewinnt niemand. ^^· wenn einer der Spieler zehn Siegpunkte zusammen hat~ dazu zählen auch Naturschutzgebiete mit je zwei^^ Siegpunkten. Gewonnen hat er damit aber noch nicht, schließlich muss es sich auch lohnen, dass man so eifrig Dodos^^ pflegt. Jeder Spieler erhält jetzt zusätzlich zu seinen Siegpunkten noch für jedes Feld, an dem er mindestens eine ^^ Siedlung hat und auf dem noch mindestens ein Paar Dodos leben einen weiteren Siegpunkt. Umgekehrt wird jedem^^ Spieler die Anzahl der Felder abgezogen, an denen er mindestens ene Siedlung hat und auf denen keine Dodos^^ mehr leben. Wer jetzt insgesamt die meisten Siegpunkte hat, ist der Gewinner des Spiels.^^^^Immer wenn Spieler bauen oder ernten, hat das negative Folgen für die Dodos, meistens sterben sie. Nur auf Feldern, die die Spieler in Ruhe lassen, vermehren sich die Dodos, von wo aus sie sich aber nur sehr widerwillig verbreiten.^^^^Leben und Sterben des Dodo ====================================================================^^^^1. Nach dem Würfeln ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------^^^^ Auf den Feldern mit gleichen Wahrscheinlichkeit aber unterschiedlichen Zahl vermehren sich die Dodos. Diese Felder^^ berechnen sich durch 14 minus Augenzahl~ wurde also 8 gewürfelt, vermehren sich die Dodos auf den Feldern mit der^^ 6, wurde eine 3 gewürfelt, vermehren sich die Dodos auf den Feldern mit der 11 auf folgende Weise:^^^^ Lebt auf dem Feld ein Single (ein Dodo ohne Partner, also der, der bei 1, 3 oder 5 Dodos auf dem Feld keinem Paar^^ zugeordnet werden kann), so wandert er auf ein direkt benachbartes Feld ab, aber nur, wenn ^^ · die Felder nicht durch eine Straße getrennt werden, ^^ · auf dem Nachbarfeld auch ein Single lebt, ^^ · das Nachbarfeld den zusätzlichen Dodo auch ernähren kann, ^^ sonst bleibt er da.^^^^ Lebt auf dem Feld noch ein einziger Dodo ohne weitere Paare, der nicht abwandern konnte, so geht er an Einsamkeit^^ ein und wird vom Brett genommen. ^^ Jedes Paar, das auf dem Feld lebt, brütet ein Junges aus, wenn es noch ernährt werden kann. Jedes Paar brütet ^^ höchstens ein Junges aus. Ein Paar, dessen Junges zuviel für das Feld wäre, brütet nicht. ^^^^Merke: Zuerst wandern die Singles, dann brüten die Paare~ eben möglicherweise auch die Paare, dies sich durch das Abwandern der Singles gerade erst gebildet haben (nur möglich, wenn ein Single auf ein Feld mit der gleichen Zahl abwandert).^^^^2. In der Ernte-Phase ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------^^^^Auf den Feldern mit der Augenzahl, auf denen also die Spieler ihre Rohstoffe ernten, stirbt ein Dodo für jeden Rohstoff, der von diesem Feld stammt. Dabei kann ein Spieler freiwillig auf die Ernte einzelner oder aller Rohstoffe verzichten um so Dodos das Leben zu retten. Ein Spieler kann jedoch nicht einen anderen zwingen, um der Dodos willen auf seine Ernte zu verzichten. Der Räuber wird dadurch, dass er das Ernten verhindert, zum Greenpeace-Aktivisten, da er dem Morden der Dodos auf seinem Feld ein Ende setzt.^^^^3. In der Bau-Phase -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------^^^^Baut ein Spieler eine Siedlung oder baut er eine Siedlung zu einer Stadt aus, so stirbt auf einem der angrenzenden Felder ein Dodo (Auch schon in der Gründungsphase). Welcher das ist, bestimmt der Spieler, der da baut. Solange aber nicht alle drei Felder ohne Dodos sind, muss auch einer sterben. Baut der Spieler an dem Feld des Räubers, so darf er sich keinen Dodo von dessen Feld aussuchen! Ist das Feld des Räubers das letzte der Umgebung, auf dem noch ein Dodo lebt, so muss diesmal keiner sterben. Man kann also den Räuber dazu anstellen, die Dodos vor dem Bauen in Sicherheit zu bringen, in dem man ihn auf das Feld stellt, an dem man demnächst bauen will. Der Bau von Straßen kostet keinem Dodo das Leben, Straßen können jedoch von Dodos nicht überquert werden, sie verhindern also das abwandern von Singles.^^^^Ein Spieler kann gegen Zahlung von je 1x Holz und Getreide je Dodo Dodos umsiedeln, also von einem Feld auf ein anderes versetzen, wenn ^^· er am Ausgangsfeld die Siegpunktmehrheit (also durch anliegende Siedlungen und Städte mehr Siegpunkte als seine^^ Mitspieler) hat oder (bei Gleichstand) zu den Spielern mit den meisten Straßen gehört, aber mindestens eine eigene^^ Straße an dem Feld besitzt, ^^· er am Zielfeld mindestens eine Straße besitzt und ^^· das Zielfeld den zusätzlichen Dodo ernähren kann. ^^Es ist ratsam, hin und wieder einsame Dodos durch Umsiedlung zu Paaren zusammenzuführen, ehe sie an Depressionen eingehen.^^^^Ein Beispiel ======= ================================================================-^^^^Blau ist am Zug und hat soeben eine 9 gewürfelt. Daraufhin wandert der Single von der Weide 5 (14 - 9 = 5) am oberen Rand ab in das benachbarte Gebirge 10, um den dort lebenden Single anzubaggern (kurzer Pfeil). Dass auf der Weide bei der dichten Besiedelung überhaupt noch Dodos leben, liegt nur an dem Schutz des Greenpeace-Aktivisten (Räuber). Gleichzeitig stirbt am anderen Ende der Welt (im Gebirge 5 oben rechts) ein Dodo an Einsamkeit. Dann wird geerntet: Gelb und Rot ernten jede Menge Gold vom Vulkan 9. Blau und Gelb erhalten aber jeder noch einen Rohstoff Erz aus dem Gebirge 9 unten rechts, was den letzten zwei Dodos, die hier lebten nicht bekommt. (Wenigstens Gelb hätte ja bei seiner üppigen Goldernte einen der Dodos retten können!) Von der Weide 9 links unten erntet niemand. Hier hat Blau ein Naturschutzgebiet (N) eingerichtet: Er hindert durch die Lage seiner Straßen die anderen Spieler daran, an der Weide zu siedeln~ so kann er dort ganz in Ruhe Dodos züchten. In seiner Bau-Phase zahlt Blau einmal je ein Holz und Getreide und siedelt dafür aus dem Wald 11 (ganz links) einen Dodo in den Wald 8 (ganz rechts) um (langer Pfeil), wo schon ein einsamer Single wartet. Jetzt können bei Gelegenheit in beiden Wäldern insgesamt drei Paare brüten.^^^^Ein Naturschutzgebiet... ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------^^^^...(oder besser ein Dodo-Schutzgebiet) ist ein Feld, an dem niemand siedelt und nur Straßen eines Spielers liegen. Dieser Spieler kann sich für die nötigen 10 Siegpunkte 2 anrechnen, jedoch muss er selbst dafür sorgen, dass das Feld ein Naturschutzgebiet bleibt, das heißt, dass keiner der anderen Spieler irgend etwas an dem Feld erbaut. Dabei kann er es ihnen prinzipiell nicht verbieten, er kann ihnen nur den Weg verbauen. Der Spieler darf auch selbst nicht an seinem Naturschutzgebiet siedeln. Es ist garnicht so einfach, ein Naturschutzgebiet einzurichten, noch schwieriger ist, nicht in Versuchung zu geraten, selbst daran zu siedeln. Am Besten geeignet ist ein Wald mit relativ guter Ernte-Wahrscheinlichkeit. Es funktioniert optimal, wenn der Spieler dafür sorgt, dass immer vier Dodos in dem Wald leben, die dann zwei Nachkommen ausbrüten können. Diese zwei werden dann so schnell wie möglich umgesiedelt, damit wieder Platz für neue Nachkommen ist. Ein Naturschutzgebiet ist ja mehr wert als die zwei Siegpunkte, da es dafür genutzt werden kann, Dodos auf anderen Feldern wieder anzusiedeln und zu verbreiten (siehe "Ende des Spiels"). ^^Bei vier Spielern bleibt normalerweise nach der Gründungsphase schon kein Feld mehr über, das für ein Schutzgebiet in Frage kommt. Auch bei drei Spielern muss ein Spieler, der ein Schutzgebiet plant, schon in der Gründungsphase entsprechend Platz abgrenzen.^^^^Tipps ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------^^^^Wer glaubt, er könne gewinnen, in dem er ganz normal spielt und die Dodos unberücksichtigt lässt, der sollte bedenken, dass der Unterschied zwischen einem besiedelten Feld mit Dodos und einem ohne zwei Siegpunkte ausmacht. Ein Spieler mit drei Städten und vier Siedlungen aber ohne Dodofelder hat nacher weit weniger Punkte als ein Spieler mit drei Siedlungen aber vielen Dodo-Feldern.^^Umgekehrt müssen aber Dodos sterben, um das Spiel voran zu treiben. Wenn alle nur Rücksicht auf die Dodos nehmen, erreicht nie jemand 10 Siegpunkte.^^Günstig ist es, wenn man wenige Felder dicht besiedelt und diese frei von Dodos hält, dagegen die vielen umliegenden, wenig besiedleten Felder schonend behandelt. Man sollte da nur soviel ernten, dass man den Dodo-Verlust ohne viel Aufwand ausgleichen kann. Es lohnt sich nicht, ein Getreide zu ernten, um dann mit Holz und Getreide einen Dodo auf dem Acker wieder anzusiedeln.^^^^Eine andere Strategie ist, Die Dodos fast überall auszurotten bis auf die Dodos im Zuchtwald (Es muss ja nicht gleich ein Schutzgebiet sein, es reicht ja, wenn man im Zuchtwald nicht erntet). Dann kann man ungehindert Kapitalist spielen, bis man 9 SP zusammen hat. Dann verlegt man sich aufs Dodo-Züchten und siedelt sie überall da wieder an, wo man als einziger Spieler Siedlungen erbaut hat. Wenn man danach einen geheimen Entwicklungskarten-Siegpunkt aufdecken kann (ehe die anderen ihre Dodos wieder verteilt haben), hat man schon so gut wie gewonnen. ^^^^Eine weitere Strategie ist, gleich von Anfang an auf Dodos zu setzen: Schon beim Gründen versucht man ein bis zwei Naturschutzgebiete anzupeilen und konzentriert sich dann ganz auf den Straßenbau, um die Gebiete zu sichern. Mit zwei Naturschutzgebieten, der Handelsvormacht (wegen der vielen Straßen) und zwei Städten kann man das Spiel auch gewinnen. Man muss sich allerdings beeilen, denn wenn erst die Anderen große Ernten einfahren und man selbst nur hin und wieder was bekommt, nützen einem die Schutzgebiete nur dann noch etwas, wenn die andern ihre Dodos ausgerottet haben und schließlich angekrochen kommen und um ein paar Dodos betteln: Lass sie hängen!^^^^Eine 2-Siegpunkt-Karte "Naturschützer von Catan" im Sinne der Handels- oder Ritter-Vormacht einzurichten hat nicht sonderlich viel Sinn, da in der Regel höchstens ein bis zwei Naturschutzgebiete zustande kommen. (Außer vielleicht, man spielt zu dritt auf dem Set für 5 bis 6 Spieler, dann ist mehr Platz...)^^^^Viel Spaß!